Reifensicherheit
Die schweren Reifen werden unter unterschiedlichen Bedingungen unter die Fahrzeuge montiert. Meistens erfolgt die Montage in einem Fachunternehmen, aber manchmal müssen Reifen auch sofort während der Stücklohnarbeiten gewechselt und repariert werden, z. B. im Wald.Frühzeitige Risikoerkennung und effektives Risikomanagement sind daher von erstrangiger Wichtigkeit.
Die Größen und die Massen der Reifen sind gewachsen und der verwendete Reifendruck ist gestiegen. Ein Reifenmontageprofi bearbeitet täglich immer öfter Reifen, die sich im Hinblick auf die Größe und die Technik stark voneinander unterscheiden können.
Während der Reifendruck eine nicht unbedeutende Explosionsgefahr darstellt, werden Betreiber von Reifenmontagemaschinen von deren enormen Kräften bedroht. Die Gesundheit der Reifenmonteure wird auch von weiteren arbeitsbezogenen Risiken gefährdet.
Im Folgenden werden die wichtigsten Sicherheitsaspekte der Reifenbranche insbesondere im Hinblick auf die schweren Reifen behandelt.
Montage schwerer Reifen
Der Montageprozess eines Reifens kann in die folgenden Phasen eingeteilt werden:- Arbeitsmaschine vorbereiten und stützen
- Rad von der Maschine abnehmen und Luftdruck ablassen bzw. Füllung aus dem Reifen entfernen
- Alten Reifen von der Felge abnehmen
- Neuen Reifen auf die Felge aufziehen
- Reifen mit Druckluft beaufschlagen
- Rad unter die Arbeitsmaschine bzw. das Fahrzeug montieren.
Jede Phase ist mit besonderen Sicherheitsaspekten verknüpft. Ein zentraler Faktor im Hinblick auf die Sicherheit ist die Druckluftfüllung im Reifen. Die Demontage und die Bearbeitung des Reifens müssen im drucklosen Zustand erfolgen.
Fehlersuche mittels Druckluft muss bei einem neuen Reifen und insbesondere bei einem beschädigten Reifen immer in einem Schutzkäfig stattfinden. Für Reifen großer Arbeitsmaschinen stehen nicht immer Schutzkäfige zur Verfügung. In diesem Fall müssen bei der Handhabung der Reifen für ausreichende Sicherheitszonen gesorgt werden.